Ernst Ponert

 

 

Ein Großkniegnitzer, der in Gedanken immer besonders stark mit der alten Heimat verbunden war, aber auch viel für das Wachhalten der Erinnerungen an das Leben in unserem Heimatdorf getan hat, ist der
"PONERT - ERNST".

 

Seine Beiträge in der "Hohen Eule", die uns durch Übernahme in unsere Dokumentation über Großkniegnitz für immer erhalten bleiben, ließen so manches aus unserer Jugendzeit wieder lebendig werden. Bei den 2-jährigen Heimattreffen in Warendorf hat Ernst Ponert fast nie gefehlt, er hat neben Edith Mikesky immer für den Zusammenhalt der Großkniegnitzer gesorgt.

Seine in Noten gesetzten Verse

"HEIMWEH NACH UNSEREM GROßKNIEGNITZ"

sind zu unserem Heimatlied geworden. Sie drücken die Empfindungen aus und die Erinnerungen der Großkniegnitzer an das Heimatdorf in der Ferne. Sein Wunsch, den Menschen des Dorfes ein eigenes Lied zu schenken, ging noch zu seinen Lebzeiten in Erfüllung. Text und Noten zu diesem Lied sind zu finden unter Grosskniegnitzer Heimatlied.

Ernst Ponert, Jahrgang 1920, besuchte die Volksschule in Großkniegnitz und erlernte danach in Heidersdorf das Fleischerhandwerk. Nach Kriegsende wurde er nach schweren Übergangsjahren, in denen er u.a. auch als Busfahrer und beim Heringsfang arbeitete, Berufssoldat. Stationiert war er in München. 1972 ging er als Stabsfeldwebel in den Ruhestand.

Seit 1975 lebte er mit seiner Frau Friedel in Schwenningen/Baden auf der Schwäbischen Alb. Auch dort blieb er stets der alten Heimat und der früheren Dorfgemeinschaft verbunden.

Im Jahre 1993 konnte das Ehepaar Ponert das Fest der Goldenen Hochzeit begehen.

Plötzlich, unerwartet und unfassbar für alle Heimatfreunde verstarb unserer treuer Heimatfreund am 02.11.1996. Die Lücke, die Ernst Ponert hinterließ, konnten wir nicht mehr schließen. So blieb uns nur eines: Sein Vermächtnis zu erfüllen, nämlich, die Liebe und Treue zur schlesischen Heimat und zu unserem Heimatdorf Großkniegnitz im Herzen zu tragen und zu bewahren!

Trotz seiner Verbundenheit zur alten Heimat hatte er eine positive Einstellung zu den Menschen, die heute in unserem Heimatdorf leben. Dies spiegelt seine Aussage in der Festansprache wider, die er anlässlich der historischen Reise der Großkniegnitzer Heimatfreunde 1995 in das Heimatdorf während eines Gottesdienstes in unserer alten Dorfkirche hielt:
"Die uns in Frieden entgegengestreckten Hände nehmen wir dankbar an!"