Die Lehrer von Großkniegnitz

1. Alte Schule

Bis 1923: Hauptlehrer Pätzold (Bild: siehe Dokumentation Band 3)

Herr Pätzold war beliebt bei den Kindern, denn er veranstaltete jedes Jahr ein Kinderfest. 1923, vor Ankunft des neuen Hauptlehrers Zöfelt, zog er von Großkniegnitz fort.

November 1923 bis zur Vertreibung 1945: Hauptlehrer und Kantor Ernst Zöfelt. Er unterrichtete und wohnte in der alten Schule.

1920 bis mindestens 1932, wahrscheinlich sogar bis 1935:

Lehrer Reinhold Radewahn. Er kam schon bald nach dem ersten Weltkrieg, etwa 1920, nach Großkniegnitz, wohnte in der alten Schule und unterrichtete das erste und das zweite Schuljahr. Lehrer Radewahn heiratete irgendwann ein Fräulein Henasch, die "um 5 Ecken" verwandt war mit Familie Krämer. Auch er wurde zum Kriegsdienst eingezogen. Dem Vernehmen nach war er nach dem Krieg in Lünen/Westfalen als Lehrer tätig und ist in den fünfziger Jahren verstorben.

2. Neue Schule

Etwa bis 1925 Lehrer an der neuen Schule: Herr Grosser

1925/26 -1928: Lehrer Rabe: Er war gesundheitlich angeschlagen und schied deshalb auch frühzeitig aus dem Schuldienst aus. Es wird aber auch berichtet, dass er sehr streng war und die Kinder mit dem "Plumpsack" (Schläge auf den Rücken) züchtigte.

1928/29 -1931/32: Lehrer Knobloch: Er wurde als "schwieriger" Lehrer bezeichnet, der dann auch wieder wegging von Großkniegnitz.

1930 -1932: Lehrer Stellvertreter Hans Kaiser, zuvor war Herr Kaiser nur als Hilfslehrer tätig.

1928/1930: Hilfslehrer Klawitter. Er war der Sohn von Brauereiverwalter Klawitter, verheiratet mit Else Pietsch. Es wird gesagt, dass er mit Kreide nach den Kindern warf.

 

1932 -1936: Lehrer Preiß: Er war damals noch sehr jung und galt als gestrenger Lehrer. Seine Frau jedoch war nett und freundlich. Unterrichtet hat er die Schuljahre 3-5

1936 - 1945: Herr Paul Gellrich, er wurde dann in den Krieg eingezogen

Als weitere Namen von Lehrkräften (Lehrer, Hilfslehrer oder Schulamtsbewerbern) wurden genannt:

Herr Großpietsch und Herr Gehrmann, wobei nicht ganz klar ist, in welcher Eigenschaft sie tätig waren. Jedenfalls war Herr Großpietsch längere Zeit in Großkniegnitz, auch er wurde dann in den Krieg eingezogen.

Hilfslehrerin Gerda-Suse Domann (Schwester von Herrn Dr. Zöfelt), sie wurde während des Krieges anstelle der kriegsverpflichteten Lehrer für den Unterricht eingesetzt.

Fräulein Wagner, wahrscheinlich in gleicher Funktion,

Lehrer Huhn.

1923 vermutlich auch schon früher: "Fräulein" Reimann
Lehrerin Emilie Reimann: lehrte den Mädchen Handarbeiten, Nähen, Stricken, Sticken, Häkeln, Stopfen, damit bereitete sie die Mädchen auf ihre spätere Rolle aus Mütter, Hausfrauen und Bäuerinnen vor.
Jahreszahlen nicht bekannt. Nach dem Einwohnerverzeichnis in Band 3 unserer Dokumentation war sie Schneiderin und 1943 noch in Großkniegnitz wohnhaft.

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Ein Gelegenheitsfund im Band IX der "Ostdeutschen Familienkunde", einzusehen im "Haus des Ostens" in Düsseldorf, Seite 148, zu dem uns unser Heimatfreund Paul Werner verhalf, sei auch erwähnt:

1702, Niepold, Samuel, Schullehrer und Kirchenschreiber in Großkniegnitz, er starb 1702